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Marie–Luise Angerer: Relationale Medientheorie und Affektökologie

May 11, 2016

Event — Wenn heute Umwelt, Technik und Menschen über ihr Empfindungsvermögen verlinkt werden, muss dieses medientheoretisch neu bearbeitet werden: Die Bewegungen des Affekts in ihrer Operationalität des Trennens, Verbindens und Übersetzens werden hierfür als basale Parameter vorgeschlagen.

Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts lassen sich medientechnologische Verschiebungen beobachten, die das Denken des Humanen in besonderer Weise berühren. Diese verdichten sich heute in einer relationalen Neu–Organisation von Gesellschaft und Psyche über eine Ökologie des Affektiven. Aus dem Unbewussten wird in dieser Perspektive ein Nichtbewusstes, über das sich das organische und technische Leben auf neue intensive Weise verbinden. Der Affekt wird in dieser Sehweise zu einem neuen Schwellenbegriff, der den Körper medientechnisch und –politisch auf neue Weise anschlussfähig macht, sodass lebendige und technische Organismen begonnen haben, intensive Milieus auszubilden.

Der Vortrag »Relationale Medientheorie und Affektökologie« war die Antrittsvorlesung auf den Lehrstuhl Medienwissenschaft/ Medientheorie an der philosophischen Fakultät der Universität Potsdam und erscheint als erweiterte Fassung 2017 bei meson Press unter dem Titel »Affektökologie – Intensive Milieus und zufällige Begegnungen«.

Für den Mitschnitt hier klicken.

Location:

Universität Potsdam, Am Neuen Palais, Haus 11 Raum 0.09

Conception:

Marie–Luise Angerer