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Panel »Zwischendurch und mittendrin: Zellen, Hirn, Affekte«, FG-Gender Jahrestagung »membraines«

June 17, 2023

Event — Keine Lebewesen ohne Zellmembranen. Die Membran stellt eine Gemeinsamkeit zwischen Einzellern, Pflanzen sowie menschlichen und nichtmenschlichen Tieren dar. Hilft uns das Konzept der Membran daher, anthropozentrisches Denken zu überwinden? Und wenn ja, wie trägt es dazu bei, Hierarchien und Machtungleichgewichte zu problematisieren sowie dekoloniale Kritik an Diskursen des Posthumanen in den Gender Studies und Feminist Science and Technology Studies zu unterstützen? Können queer-theoretische Verständnisse des Begehrens, Schwarze feministische Verhandlungen von Erotik und/oder trans* Care-Praxen neue, unerwartete Verbindungen zwischen zwischen Menschen, Lebewesen und Umwelten knüpfen? Mit Blick auf die Materialhaftigkeit von Membranen sind wir mit Fragen der Nachhaltigkeit konfrontiert, nicht nur in der künstlerischen Praxis, sondern auch im Alltag im Umgang mit Kleidung, Verpackungen und allen anderen Hüllen (Autos, Flugzeugkabinen), deren Porosität konstituierend für den Klimawandel ist.

Marie Luise Angerer: Zur Konzeption einer affektiven Membran: Taktung – Scharnier – Bewegung
Julian Sverre Bauer: Queering Dopamine (tbc)
Waltraud Ernst: Das Gehirn als Projektionsfläche von Geschlechterordnungen
Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Campus Design, Neuwerk 7, 06108 Halle

https://www.hgb-leipzig.de/hochschule/presse/membraines/